Klagen gegen Tipico Wo ist das Geld?

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Haben Sie selbst bei diesem Anbieter gespielt und verloren? Hier erfahren Sie, wie Sie Tipico verklagen können und Ihre Verluste zurückfordern können. Am 25.07.24 verkündete der BGH eine EuGH-Vorlage (Az. I ZR 90/23), in der er Online-Sportwetten thematisierte. Auch hier geht es um einen Wettanbieter mit Sitz in Malta. Das Urteil des EuGH wird von allen Betroffenen mit großer Spannung erwartet. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird aber auch hier eine verbraucherfreundliche Entscheidung verkündet werden. In Deutschland gilt der Grundsatz des staatlichen Glückspielmonopols. Das heißt, eigentlich dürfen Glücksspiele nur von staatlichen Stellen angeboten werden.

Online-Casino Geld zurück?

Außerdem soll unerlaubtem Glücksspiel in Schwarzmärkten entgegengewirkt werden, der Jugend- und Spielerschutz gewährleistet werden, und der Schutz vor betrügerischen Machenschaften soll gewährleistet werden. Rechtsanwalt Helmut Dreschhoff von der Verbraucherkanzlei BRR Baumeister Rosing: “Die Glücksspiel- und Wettanbieter im Internet haben ihr Angebot für Spieler in Deutschland trotz bestehendem Verbot verfügbar gemacht. Damit haben sie den GlüStV einfach ausgehebelt. Seit mehreren Jahren gehen Verbraucherschützer gegen diese Machenschaften vor, so auch unsere Kanzlei. Der Hinweisbeschluss des BGH ist richtungsweisend, denn untere Instanzen dürften sich daran rechtlich orientieren.” Haben auch Sie viel Geld bei Online-Sportwetten oder -Casinospielen verloren?

Du willst etwas bewirken?

Dann helfen wir Ihnen, die Spielverluste zurückzufordern. Die Verbraucherkanzlei BRR Baumeister Rosing ist auf das Thema Online-Casino und Online-Sportwetten spezialisiert. Melden Sie sich einfach kostenfrei mit unserem Webformular an, dann werden wir Sie umgehend kontaktieren – schnell, einfach und diskret. In einer kostenlosen Erstberatung sprechen wir mit Ihnen über Ihre Erfolgsaussichten und Möglichkeiten. Verbraucherkanzlei BRR Baumeister Rosing – wir machen uns für Sie stark! Hierzu zählen auch Sportwetten, für welche sogenannte Wettverträge abgeschlossen werden. In diesem Fall wären staatliche Angebote Oddset und Toto. Das Monopol wurde aber aufgeweicht, sodass private Glücksspiel-Anbieter in den Markt kamen. Sie stützten sich dabei auf ein Gerichtsurteil zu Sportwetten und anderen Glücksspielen des EuGH vom 08.09.2010, das die Dienstleistungsfreiheit in der EU verletzt sah (Az. Dies hatte aber erst viel später Auswirkungen auf die rechtliche Praxis in Deutschland. Effektiv sind Online-Sportwetten erst seit 01.07.2021 in Deutschland legal, in Wettbüros schon seit 01.10.2020.

✔ Der Fall vor dem Oberlandesgericht Stuttgart

Prozessfinanzierung jetzt schon ab 5.000 € Verlusthöhe Anbieter ohne Lizenz müssen Verluste komplett erstatten! Momentan jagt zum Thema Sportwetten ein Urteil das andere. Nachdem über Jahre hinweg Anbieter illegal für ihr Angebot geworben haben, stehen die Chancen nun gut, dass Verbraucher ihre Verluste der letzten 10 Jahre zurückbekommen können. Denn in den allermeisten Fällen hatten die Sportwettenanbieter keine gültige Lizenz. Für stationäre Wettbüros galt dies bis mindestens Oktober 2020, für Online-Sportwetten sogar bis Juli 2021.

Entwicklung der Rechtslage um Online-Sportwetten

Sie haben in den letzten 10 Jahren Geld beim Wetten auf Sportereignisse verloren? Dann stehen Ihre Chancen gut, Ihr Geld zurückzubekommen. Denn Sportwettenanbieter haben in den meisten Fällen gar keine gültige Konzession bzw. Lizenz gehabt. Alle Wetten waren in diesem Fall illegal und somit ungültig. Die meisten Glücksspiel-Anbieter nahmen das Gerichtsurteil des EuGH zum Anlass, sich auf Malta oder Zypern eine Lizenz zu besorgen. Diese war aber zu keinem Zeitpunkt in Deutschland gültig.

Urteil: Wann trifft der BGH eine Entscheidung zu Sportwetten?

So haben bereits verschiedene Gerichte in ihrem Urteil entschieden. Darunter Entscheidungen von Landgerichten, aber auch höhere Instanzen bis hoch zum Bundesgerichtshof (BGH) und dem Europäischen Gerichtshof (EuGH). Eine Summe von 11.984,89 Euro sowie Zinsen muss laut OLG Dresden der Wettanbieter Betkick zahlen. So lautet das erste Sportwetten-Urteil eines Oberlandesgerichts vom 31.05.23 (Az. Betkick wollte dieses Urteil zunächst nicht akzeptieren.

Interview in „Die Story“ des Bayerischen Rundfunks zum Thema „Mega-Hype Sportwetten: Zwischen Profit und Sucht“ (ab Minute 13:47)

Der Anbieter hatte vor, bis an den BGH zu ziehen. Nach einem erlassenen Hinweisbeschluss vom 22.03.24, der klar den Fahrplan auf eine verbraucherfreundliche Entscheidung darlegte, zog Betkick die Revision allerdings wieder zurück. Damit steht das Urteil des OLG Dresden. Am 17.11.23 verkündete das Oberlandesgericht (OLG) Köln folgendes Urteil (19 U 123/22): Der beklagte Sportwettenanbieter muss dem Kläger insgesamt 181.661,54 Euro plus Zinsen zurückzahlen. Diesen Betrag hatte der Kläger über Online-Sportwetten vermeintlich verloren. Hier scheitert es nicht nur am rechtlichen Rahmen. Auch der Behördenvorgang, der eine deutsche Lizenz gebracht hätte, ist nicht gegeben. Da diese bis Juli 2021 nicht erteilt werden konnte, gab es auch kein legales Online-Glücksspiel, bei dem Sie rechtmäßig Geld hätten verlieren können. Lange Zeit wurde das staatliche Glücksspielmonopol in Deutschland nicht in Frage gestellt. Sogar das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) bestätigte dies in seinem Urteil vom 28.03.2006 (Az. Allerdings vertrat das Gericht die Auffassung, dass ein Verbot privater Wettanbieter nur dann zu rechtfertigen wäre, wenn es der Prävention von Spielsucht dient. Um auf Nummer Sicher zu gehen, entschlossen sich die Bundesländer, den Glücksspiel-Staatsvertrag (GlüStV) ins Leben zu rufen und öffneten damit die sprichwörtliche Büchse der Pandora. Denn nun trat der EuGH auf den Plan und urteilte, dass der GlüStV in der damaligen Form nicht europäischem Recht entspricht.

Liste von Anbietern (Auszug)

Demnach war das Anbieten von Online-Glücksspiel und -Wetten in Deutschland ohne gültige Lizenz verboten. Betano hatte versucht, eine Erlaubnis für Deutschland zu bekommen, was aber damals aufgrund von Problemen beim Lizenzierungsverfahren scheiterte. Erst seit 2020 ist es Wettanbietern möglich, eine Lizenz zu bekommen, für andere Online-Glücksspiele geht dies erst seit 2021. I ZR 88/23) startete Betano trotz fehlender Lizenz sein Angebot in Deutschland, zum Teil mit unerlaubten Funktionen wie das sogenannte „Cash-out“. Hier kann sich der Teilnehmer schon während einer Wette einen Teil des Einsatzes auszahlen lassen, was laut Experten ein besonders hohes Suchtpotenzial beinhaltet.

Spielsüchtige erzählen, wie sie ihr Vermögen verzockt haben

Ferner hatte der Anbieter den Höchsteinsatz pro Spieler nicht auf 1.000 Euro im Monat begrenzt, was der GlüStV eigentlich vorsieht. Aufgrund dieser und anderer Verfehlungen wäre der Vertrag zwischen Wettanbieter und Spieler nichtig, woraus sich für den Spieler ein Rückzahlungsanspruch ergibt. Im genannten Fall geht es um etwa 12.000 Euro plus Zinsen. Der GlüStV hat als eindeutiges Ziel, das Entstehen von Glücksspielsucht zu verhindern. Das begrenzte Angebot soll den natürlichen Spieltrieb der Bevölkerung in geordnete und überwachte Bahnen lenken. Es folgten drei Änderungsverträge, die zum nun gültigen GlüStV 2021 führten. Während das Wetten in Wettbüros theoretisch bereits im Oktober 2020 legal möglich war, sieht es bei Online-Angeboten anders aus. § 4 Abs.

Zahlungsmethode Risiko der Nutzung bei illegalen Anbietern Maßnahmen der Anbieter / Behörden
Kreditkarte (Visa/Mastercard) Chargeback möglich, aber kompliziert; Datenmissbrauch Payment-Provider sperren Transaktionen bei bekannten illegalen Seiten
E-Wallets (PayPal, Skrill) Konto kann bei Verstoß gegen AGB (Glücksspiel) gesperrt werden Eigene Compliance-Abteilungen blockieren Transfers zu schwarzen Listen
Banküberweisung / Sofortüberweisung Schwer rückholbar, Empfänger oft im Ausland Banken können Überweisungen auf Verdacht hin stoppen
Kryptowährungen (Bitcoin, etc.) Transaktionen sind endgültig und nicht rückgängig zu machen Kaum regulative Eingriffsmöglichkeiten

4 des GlüStV hatte lange Zeit ein Komplettverbot für Online-Glücksspiel vorgesehen. Das betraf die Sportwette, aber auch Online-Casinos und andere Glücksspiel-Variationen. Das Verbot wurde erst mit dem GlüStV 2021 aufgehoben. Damit sind Online-Sportwetten faktisch erst seit dem 01.07.2021 in Deutschland legal möglich. Das muss aber nicht heißen, dass jeder Wett-Anbieter zu diesem Zeitpunkt auch eine gültige Lizenz besessen hat. Oft genug war dies nicht der Fall. Gerne prüfen wir im Rahmen unserer kostenfreien Erstberatung, ob Sie Chancen auf ein positives Urteil haben. Auf Social Media und anderen Plattformen kursieren viele Gerüchte, wenn es um die Chancen geht, Ihr verlorenes Geld zurückzubekommen. Lassen Sie sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Anbieter illegaler Glücksspiele haben ein großes Interesse daran, dass ihre Machenschaften nicht auffliegen und streuen daher im Internet falsche Erfahrungsberichte, um Sie zu beeinflussen. Das Urteil der Gerichte spricht eine klare Sprache.

Online-Sportwetten, die vor Juli 2021 abgeschlossen wurden, waren bis auf ganz wenige Ausnahmen illegal und somit ungültig.

Fazit: Auf Urteil vertrauen und verlorenes Geld einklagen

Da der Wettanbieter aber keine gültige Lizenz nach deutschem Recht hatte, kam es zu diesem verbraucherfreundlichen Gerichtsurteil. Das Oberlandesgericht Karlsruhe entschied in seinem Sportwetten Urteil (Az. 19 U 48/23) am 19.12.23, dass Tipico die hohen Verluste des Klägers aufgrund einer fehlenden Lizenz an ihn zurückzahlen muss. Der Kläger bekommt insgesamt 134.390 Euro, die er 2019 und 2020 verloren hatte, nun zurück. Das Gericht verfügte außerdem, dass Tipico dem Kläger Zinsen auf das verloren geglaubte Geld zu zahlen habe.

Urteil des LG Frankfurt – Tipico muss 43.000 Euro zurückzahlen

Tipico erwischte es noch ein weiteres Mal. Und das wird nicht das letzte Mal gewesen sein. So entschied das Landgericht (LG) Frankfurt am Main erst kürzlich in seinem Gerichtsurteil (Az. 2-13 O 50/24), dass bet sportwetten bonus betano umsetzen der Sportwettenanbieter dem Kläger 43.289,37 Euro plus Zinsen zurückzahlen muss. Hier betrafen die vermeintlichen Verluste Sportwetten, die der Kläger zwischen 2016 und 2019 abgeschlossen hatte. Sie können also damit rechnen, etwaige Verluste erfolgreich einzuklagen.

Sollten Sie dabei Sorgen vor Anwalts- und Gerichtskosten haben, helfen wir Ihnen, eine Prozesskostenfinanzierung zu finden. Um ein positives Urteil bei einer Sportwetten-Klage zu erhalten, muss zunächst gewährleistet sein, dass der Sachverhalt nicht bereits verjährt ist. Im Recht unterscheidet man hier zwischen kenntnisabhängiger und kenntnisunabhängiger Verjährung. Die Frist für erstere beträgt 3, die für letztere 10 Jahre. In der Praxis kommt in den meisten Fällen nur die kenntnisunabhängige Verjährungsfrist zur Anwendung. Das liegt daran, dass Ihnen nachgewiesen werden muss, wann Sie von der Illegalität der Wetten erfahren haben.

Denn ab diesem Zeitpunkt läuft die kenntnisabhängige Frist von 3 Jahren. Da Glücksspielanbieter jahrelang mit vermeintlich gültigen Lizenzen aus Malta geworben haben, die in Deutschland allerdings rechtlich vollkommen irrelevant sind, wird es schwerfallen, Ihnen eine Kenntnis nachzuweisen.